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Stromerzeugung und Preisentwicklung

Die Strompreisentwicklung 2009 hängt von den Entwicklungen auf dem deutschen Strommarkt ab. Vor zehn Jahren wurde der deutsche Strommarkt größtenteils von den vier großen Energiekonzernen E.ON, Vattenfall, RWE und EnBW kontrolliert. Da diese Energiekonzerne nicht nur Strom produzierten und mit Strom handelten, sondern gleichzeitig auch die Versorgungsnetze besaßen, verfügten sie über eine hohe Marktmacht. Diese Marktmacht wurde von den Energiekonzernen rational genutzt, indem sie sie in einer Weise ausübten, die dazu geeignet war, unliebsamen Wettbewerbern den Zugang zu dem deutschen Strommarkt zu verwehren und die Strompreise künstlich hoch zu halten. 

Nachdem die EU aber auf eine Liberalisierung des deutschen Strommarktes aufgrund des europäischen Binnenmarkts gedrängt hat, hat die Bundesregierung im Jahr 1998 das Bundeswirtschaftsgesetz verabschiedet, das den Zweck verfolgte, die Marktmacht der großen Energiekonzerne zu schwächen und den Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt  entsprechend zu stärken. Das Bundeswirtschaftsgesetz hatte keinen durchschlagenden Erfolg. Hohe Verwaltungsauflagen für neue Netzbetreiber behinderten potentielle, neue Wettbewerber. Auch als das  Bundeswirtschaftsgesetz schon lange wirksam war, kontrollierten deshalb die großen Energiekonzerne immer noch 80-90 Prozent des deutschen Strommarktes- sowohl an Kraftwerkskapazitäten als auch an Versorgungsnetzen.

Die Strompreise wurden immer weiter angehoben und die Verbraucher entsprechend belastet. Im Jahr 2005 legte die Bundesregierung dann die Grundlage für eine neue Regulierungsbehörde, die die Nutzung der Versorgungsnetze regulieren sollte. Die Bundesnetzagentur kann im Rahmen ihrer Regulierungsbefugnisse beispielsweise die Durchleitungsentgelte bestimmen und damit die Strompreisentwicklung 2009 positiv beeinflussen. Die Bundesnetzagentur hat schon des öfteren erfolgreich Preiskürzungen eingefordert und durchgesetzt , die dann zu Preissenkungen geführt haben. In den letzten Jahren drängen nun immer mehr regionale und bundesweite Stromanbieter auf den deutschen Strommarkt- trotzdem bleibt der Wettbewerb auf dem deutschen Strommarkt verbesserungswürdig.

Auch die Frage nach dem Besitz der Versorgungsnetze der Ex-Monopolisten ist noch nicht ausreichend geklärt. Die EU-Kommission vertritt die Meinung, dass der Handel und die Produktion von Strom von dem Besitz der Versorgungsnetze getrennt werden müsse, um einen fairen Wettbewerb zu gewährleisten. Die EU-Kommission hat auch schon mit einigem Erfolg Energiekonzerne dazu gedrängt, zumindest Teile ihres Versorgungsnetzes zu verkaufen. Dem vorausgegangen waren meistens Verstöße gegen das Kartellrecht des betreffenden Unternehmens und daraus folgend die Androhung einer hohen Geldstrafe.

Die Frage nach der Trennung von Stromproduktion, Stromhandel und dem Besitz der Versorgungsnetze ist ein zentraler Punkt bei der Prognose der Strompreisentwicklung 2009. Das Ziel der Strommarktliberalisierung muss es sein, dass einerseits die Verbraucher ihren Strom möglichst günstig beziehen, andererseits die Stromanbieter profitabel wirtschaften können. In den letzten Jahrzehnten haben aber ausschließlich die  Energiekonzerne profitiert und die Verbraucher wurden mit höheren Energiekosten belastet. Jetzt ist die Zeit gekommen, in der der Verbraucher von einer günstigen Strompreisentwicklung 2009 profitieren sollte. Die bisherigen Liberalisierungen auf dem deutschen Strommarkt haben dazu geführt, dass die Verbraucher heutzutage bei einem Stromanbieterwechsel so viel Geld sparen können wie nie. Das lässt zumindest auf eine verbraucherfreundliche Strompreisentwicklung 2009 hoffen.