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Strom aus Atomenergie

Der Anteil, den die Stromgewinnung aus Kernenergie zum Gesamtstromverbrauch in Deutschland beträgt momentan 22 Prozent. Vor allem Fragen nach der Reaktorsicherheit und der Entsorgung des Atommülls haben dazu geführt, dass der Atomausstieg politisch beschlossen werden konnte.
Atomkraftwerke erzeugen Kernenergie aus dem Kernbrennstoff Uran, die dann in elektrische Energie oder Wärmeenergie umgewandelt werden kann.

Die Reaktorsicherheit ist ein zentrales Problem bei der Stromerzeugung durch Kernkraftwerke, wie verschiedene Störfälle gezeigt haben. Der bekannteste ist der Störfall des Kernreaktors Tschernobyl, der unter anderem dazu beigetragen hat, die Anti-Atomkraft-Bewegung ins Leben zu rufen. In letzter Zeit wird neben diesen Fehlern in den Sicherheitssystemen, ein internes Sicherheitsproblem, verstärkt über externe Sicherheitsprobleme der Kernreaktoren debattiert. Dazu gehört beispielsweise ein terroristischer Angriff auf einen Kernreaktor, der alle bisherigen von Terroranschlägen angerichteten Schäden um ein vielfaches übertreffen könnte.

Ein weiteres Problem, das von den Gegnern der Atomkraft immer wieder ins Spiel gebracht wird, ist die Entsorgung des bei dem Betrieb eines Kernreaktors entstehenden Atommülls. Der Atommüll wird bislang in Fässern gelagert, die dann in geeigneten Lagerstätten, beispielsweise in alten Salzstöcken, untergebracht werden. Bei der Suche nach geeigneten Lagerstätten wird die Politik indes immer wieder vor große Probleme gestellt. Derzeit stellt sich die Frage nach der Sanierung von Asse II, einer Schachtanlage, in der bislang Atommüll gelagert worden ist, die aber von Experten als einsturzgefährdet beurteilt wird. Eine Zwischenlagerstätte für den Atommüll ist noch nicht ausgemacht.        

Für den Strom aus Kernenergie spricht allerdings seine Umweltfreundlichkeit und die Preisstabilität des erzeugten Stroms. Da für den Betrieb eines Kernreaktors nur vergleichsweise wenig Uran benötigt wird, kann der Betrieb unabhängig von den Preisen der Rohstoffmärkte auf einen langfristig stabilen Preisniveau unterhalten werden. Daneben ist der Ausbau der Kernenergie eine Möglichkeit, die CO2-Emissionen eines Landes effektiv und günstig zu reduzieren, da Atomenergie praktisch ohne eine nennenswerte Ausscheidung von CO2 erzeugt werden kann.