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Kohle als Energiequelle

Der Gesamtstromverbrauch in Deutschland wird zu 46 Prozent über die Stromerzeugung aus Gas gedeckt. Damit deckt die Verbrennung von fossilen Energiequellen wie Stein- und Braunkohle den größten Anteil des deutschen Gesamtstromverbrauchs ab. Der Vorteil bei Kohlekraftwerken ist, dass die fossilen Energiequellen (noch) reichlich vorhanden, günstig und verfügbar sind.  Bei der Verbrennung von Kohle können etwa 45 Prozent der gewonnenen Energie direkt in Strom umgewandelt werden, der Rest wird in Form von Wärme abgegeben. Die produzierte Wärme wird bei modernen Kohlekraftwerken dazu genutzt, Wasserdampf zu erzeugen, aus dem dann über Dampfturbinen wiederum Strom gewonnen wird.

Der Nachteil von Kohlekraftwerken ist, das sie das klimaschädliche Treibhausgas CO2 in großen Mengen ausstoßen. In einer Zeit, in der die Rettung des Klimas eine relativ hohe Priorität auf den nationalen und internationalen Agenden genießt, wird in letzter Zeit deswegen meistens der ökologische Nachteil in den Vordergrund gestellt, wenn von Kohlekraftwerken die Rede ist. Der von der Bundesregierung vereinbarte Atomausstieg bedeutet aber in der Konsequenz, dass man in Deutschland auch langfristig nicht ohne Kohlekraftwerke auskommen wird.

Zur Eindämmung des CO2-Ausstoßes hat die Bundesregierung deshalb die Einführung von Emissionszertifikaten vorbereitet. Sie müssen von den Betreibern der Kohlekraftwerke ersteigert werden und geben ihnen so den Anreiz, möglichst wenig CO2 auszustoßen und Bemühungen zu intensivieren, neue Technologien zu entwickeln, die den CO2-Ausstoß der Kohlekraftwerke effektiv begrenzen. Eine neue viel diskutierte Methode, reduziert nicht den Ausstoß, sondern soll das CO2 verflüssigen, dass dann an sicheren Lagerstätten untergebracht werden kann. Bei dieser Methode stellt sich allerdings die Frage, ob sie noch rechtzeitig kommerziell einsetzbar wird.

Kommerziell rechtzeitig einsetzbar bedeutet in diesem Zusammenhang, dass Kohlekraftwerke, die mit dieser Methode arbeiten, dann noch Strom zu konkurrenzfähigen Preisen herstellen können. In einem bislang unveröffentlichten Gutachten des Bundesumweltministeriums wird nämlich vermutet, dass bis 2020 die Technologien der Erneuerbaren-Energie-Branche so weit entwickelt worden sind, dass sie Ökostrom zu vergleichbaren oder sogar günstigeren Preisen erzeugen können.